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Presseschau: "Wagen Sie mal was Verrücktes"

Der neue evangelische Pfarrer Jürgen Arlt ist gestern mit einem Festgottesdienst in der Pfaffenhofener Kreuzkirche von Dekan Thomas Schwarz offiziell in sein Amt eingeführt worden. Fast komplett besetzt war das Gotteshaus an der Münchner Straße zu der Veranstaltung, wenn es auch freilich im Inneren noch knackig kalt war. Glücklicherweise herrschte aber auch eine herzwärmende, nicht übertrieben ernste Atmosphäre, als der 56-jährige Geistliche, begleitet vom Kirchenvorstand und mehreren Amtskollegen, einzog.

Der Kirchenchor schmetterte sowohl flotte, fröhliche Lieder wie beispielsweise "You raise me up" von Westlife, aber auch Ernstes wie "Verleih uns Frieden" von Felix Mendelssohn-Bartholdy. Den Part an der Orgel hatte wie immer Stefan Daubner übernommen und präsentierte unter anderem die Promenade von Modest Mussorgski.

Formal hatte Jürgen Arlt seinen Dienst in der Kreisstadt bereits zum 1. Januar dieses Jahres angetreten. Noch bis zum nächsten Sonntag sind alle drei Pfarrstellen in Pfaffenhofen besetzt. Dann verabschiedet sich Christiane Murner, die noch die Pfarramtsführung der evangelischen Gemeinde in der Kreisstadt innehat, als Dekanin nach Neumarkt in der Oberpfalz. Bis auch diese Stelle wieder neu besetzt ist, soll Jürgen Arlt - er kam als Nachfolger des zum 1. September vergangenen Jahres nach München gewechselten Pfarrers Holger Schwarzer - Murners Aufgaben mit übernehmen. Weiterer evangelischer Pfarrer ist Michael Baldeweg. Persönlich ist der neue Pfarrer - er stammt aus dem Coburger Land und wirkte in der Vergangenheit als Leiter der Münchner Telefonseelsorge - bereits mit dem Landkreis verbunden: Seine Frau Doris arbeitet unter anderem in Reichertshausen als Pfarrerin.

Er solle doch auch "mal was Verrücktes wagen" in seinem neuen Amt, gab der Ingolstädter Dekan Thomas Schwarz dem neuen Pfarrer in seiner Einführungsansprache als Ratschlag mit auf den Weg. Zwar solle die evangelische Gemeinde weiterhin ein "Ort der Begegnung unterschiedlicher Menschen sein" und derlei Kontinuität tue auch gut, gebe Halt und lasse Probleme besser lösen. "Aber nur Kontinuität lässt auch erstarren", sagte der Dekan in Richtung seiner Zuhörer, unter denen sich unter anderem auch Landrat Martin Wolf (CSU), der Zweite Bürgermeister von Pfaffenhofen Albert Gürtner (FW), der katholische Kollege Stadtpfarrer Albert Miorin und Pater Lukas vom Kloster Scheyern befanden.

 

In seiner Predigt nach der offiziellen Segnung griff Jürgen Arlt in anschaulichen, packenden Worten das Schicksal eines älteren Ehepaares auf, das angesichts einer massiven Krise der Partnerschaft kürzlich bei ihm Rat suchte. Man sage schnell im Leben, so könne es nicht weitergehen - was dann aber auch die Frage aufwerfe, wie es weitergehen könne.

Seine ersten Auftritte auf der Kanzel als Maßstab genommen, darf man als Gottesdienstbesucher von Jürgen Arlt zumindest erwarten, dass er das inoffizielle elfte Gebot aller Pfarrer konsequent beherzigt: "Du sollst nicht langweilen!"